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DOI: https://doi.org/10.4414/cvm.2018.00565
Publication Date: 20.06.2018
Cardiovasc Med. 2018;21(06):177-178

Das neue CARDIX® 2018 – Ein ­Taschenmanual für die kardiovaskuläre Medizin

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Abbildung 1: Das CARDIX® Manual 2018.

Die Kardiologie und Herzchirurgie hat sich in den letzten 50 Jahren und insbesondere in jüngster Vergangenheit wie kaum ein anderes Fachgebiet der Medizin enorm entwickelt. So wurden neue diagnostische Methoden, ­innovative Medikamente sowie zunehmend ­katheterbasierte Eingriffe eingeführt, welche die diagnostischen und therapeutischen Mög­lichkeiten beeindruckend erweitert ­haben. Am Beispiel des akuten Koronar­syndroms lässt sich am besten verdeutlichen, welche Fortschritte die kardiovaskuläre Medizin in den letzten Jahrzehnten gemacht hat (Abb. 2).

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Abbildung 2: Fortschritte in der Behandlung des akuten Koronarsyndroms und ihre Auswirkungen auf die Sterblichkeit (aus: Lüscher TF, Obeid S. From Eisenhower’s heart attack to modern management: a true success story! Eur Heart J. 2017;38(41):3066–9, Nachdruck mit freundlicher Genehmigung).

In der Tat waren die letzten 50 Jahre von einer schwindelerregenden Entwicklung geprägt; so konnten wir letztes Jahr 50 Jahre Herztransplantation nach Christiaan Barnard und 50 Jahre Bypasschirurgie nach René Favaloro sowie 40 Jahre perkutane koronare Intervention nach Andreas Grüntzig feiern. Aber nicht nur diese heroischen Eingriffe haben die kardiovaskuläre Medizin weitergebracht, ebenso wichtig waren neue Medikamente wie Betablocker, Kalziumantagonisten, Acetylsalicylsäure, dann Hemmer des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems und kürzlich nun die kombinierten Angiotensinrezeptor-/Neprilysin-Inhibitoren. Dazu kamen die Stents, dann Drug-Eluting Stents, schliessich katheter­basierte Aortenklappen und das Mitra­clip­system. Selbst der Tod durch Kammerflimmern ist überlebbar geworden, zunächst durch externe Defibrillatoren, danach dank implantierbarer Defibrillatoren, dann kam die «Cardiac Resynchronisation Therapy» für Patienten mit Herzinsuffizienz dazu. Neue Thrombozytenhemmer wie ­Ticagrelor und Prasugrel sowie neue Antithrombotika wie die oral verfügbaren Faktor -Xa- und Faktor-II-Hemmer wurden eingeführt, und neu kamen Lipidsenker wie die PCSK9-Antikörper dazu. Nun steht die entzündungs­hemmende Therapie vor der Tür, und neue gentechnische Interventionen wie RNA-Interference und Antisense-Technologien sind in der Entwicklung.

Aus diesen Gründen ist es wichtig, ein Taschen­manual bzw. eine App zur Hand zu haben, die rasch über die beeindruckenden Möglichkeiten der kardiovaskulären Therapie orientieren und über die neuesten Entwicklungen und die zurzeit in internationalen Guidelines empfohlene Diagnostik und Therapie für den individuellen Patienten Auskunft geben.

Das CARDIX®-Manual (Abb. 1) wurde 2012 das erste Mal gedruckt und wurde ein unglaublicher Erfolg. Zunächst haben wir 12 000, dann 18 000 Exemplare in der ganzen deutschsprachigen Schweiz verteilen dürfen. Vor drei Jahren haben wir zudem eine CARDIX®-App ent­wickelt, die sich ebenfalls grosser Beliebtheit erfreut.

In diesem Jahr freut es uns nun besonders, die dritte und völlig überarbeitete Auflage des CARDIX® 2018 vorstellen zu dürfen, an der 38 Autoren aus 10 Institutionen aus der Schweiz, Österreich, Deutschland und England mitgearbeitet haben. Das Taschenmanual kann gratis über das «Zurich Heart House – Foundation for Cardiovascular Research» (Abb. 3; www.zzh.ch) bezogen werden. Die App ist ab Juli 2018 über den Link www.cardix.ch verfügbar.

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Abbildung 3: Das Zurich Heart House (links) und sein Education Center vermitteln Wissen durch ­Fortbildungen (siehe www.zhh.ch) und Produkte wie das CARDIX, das über die Homepage bezogen werden kann.

Die «Foundation for Cardiovascular Research» (Abb. 3) wurde 1996 in ­Basel gegründet und hat sich in Bern und schliesslich in Zürich als eine der wichtigsten Stiftungen in der Schweiz etabliert, die sich für Forschung und Weiter- und Fortbildung im Bereich von Herz- und Kreislauf­erkrankungen einsetzen. Die Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Herzstiftung in Bern unterstreicht das nationale und regionale Bemühen beider ­Stiftungen, die häufigsten Todes- und Erkrankungsursachen durch Aufklärung von Laien, Weiter- und Fortbildung von Ärztinnen und Ärzten und durch die Unterstützung von innovativer Forschung zu bekämpfen.

Ohne die Unterstützung zahlreicher Sponsoren wäre es nicht möglich gewesen, dieses Projekt umzusetzen und vor allem das CARDIX® gratis abzugeben. Daher sei die gross­zügige Unterstützung von Amgen, Bayer, Medtronic, Boehringer Ingelheim, Menarini, Novartis, Sanofi und der Schweizerischen Herzstiftung herzlichst verdankt (Abb. 4).

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Abbildung 4: Sponsoren des CARDIX® 2018, die es möglich gemacht haben, das ­Taschenmanual für die kardiovaskuläre Medizin gratis abzu­geben.

Wir hoffen sehr, dass sich das CARDIX® 2018 für viele Ärzte in der Schweiz nützlich erweisen wird, und freuen uns, es Ihnen zur Verfügung zu stellen.

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